Regeln – Grenzen – Konsequenzen – VORSCHAU AUF HEFT 9/2019

1. Juli 2019

Die Schule ist ein sozialer Ort, an dem viele Menschen einen großen Teil ihres Tages gemeinsam verbringen. Dies kann nur gelingen, wenn es Regeln und Rituale gibt, die den Alltag strukturieren und die Lernsituation gestalten. Sie sind entlastend, denn sie schaffen Vorhersehbarkeit und damit Handlungssicherheit für alle Beteiligten. Sie ziehen zugleich eine Grenze zwischen dem, was erlaubt ist oder sogar gern gesehen wird, und dem, was unterlassen werden sollte. Und wer eine solche Grenze zieht, muss immer auch mitdenken, wie mit der Überschreitung dieser Grenze umgegangen wird. Deswegen muss es Konsequenzen für diejenigen geben, die eine Grenze verletzen.

Das kommende Heft hat den Schwerpunkt »Regeln – Grenzen – Konsequenzen«. Im Mittelpunkt stehen Regeln und Rituale, die den Schulalltag erleichtern und im besten Fall auch noch lernförderlich sind. Zudem geht es um den Umgang mit Regelverletzungen. In den einzelnen Beiträgen werden verschiedene Aspekte beleuchtet:

  • Wie müssen Regeln gestaltet sein, damit sie lernförderlich sind?
  • Was kann unternommen werden, um eine breite Unterstützung der Regeln im Kollegium, aber auch in der Schülerschaft zu erreichen? Wie kann, wie sollte der Prozess der Regelfindung gestaltet werden?
  • Welche Konsequenzen sind lernförderlich und lassen sich im Alltag schnell umsetzen?
  • Wie können Regeln effektiv durchgesetzt werden? Wie kann insbesondere ein einheitliches Vorgehen im Kollegium erreicht werden?

Außerdem:

  • Der Beitrag geht der Frage nach, welche Auswirkungen das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten auf die Leistung von Schülerinnen und Schülern hat, und macht Vorschläge, wie der Unterricht im Hinblick auf verschiedene Schülertypen differenziert werden kann.
  • Der erste Beitrag der neuen Serie »Reformpädagogik in staatlichen Schulen« ruft das pädagogische Erbe der Reformpädagogik in Erinnerung und stellt wesentliche Richtungen vor.
  • Die Rubrik »Kontrovers« diskutiert die Frage, ob die zweite Phase der Lehrerbildung grundsätzlich verändert werden sollte, indem Studienseminare in der bisherigen Form abgeschafft werden.
  • In der Rubrik »Rezensionen« stellen wir Neuerscheinungen vor, die einen Blick in die Zukunft werfen und sich mit künftigen Herausforderungen an die schulische Bildung beschäftigen.