6´19Seiten- und Quereinsteiger in den Lehrerberuf

Seiten- und Quereinsteiger in den Lehrerberuf
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In immer größerer Zahl werden Seiten- und Quereinsteiger eingestellt. Das bedeutet auch, dass in immer mehr Lehrerzimmern neue Kolleginnen und Kollegen auftauchen, die keine grundständige Ausbildung absolviert haben und daher wenig pädagogische Erfahrung mitbringen. Darin liegt eine hohe Anforderung für alle Beteiligten.

Liebe Leserinnen und Leser

​ Wer in Deutschland Lehrerin oder Lehrer werden will, hat einen langen Weg vor sich: Es dauert mindestens 6,5 Jahre vom ersten Tag des Studiums bis zum Zweiten Staatsexamen, meistens aber länger. Auf diesem Weg muss der Lehrernachwuchs eine Vielzahl von Prüfungen erfolgreich absolvieren. Dann, und erst dann, ist man in vollem Umfang berechtigt, eine Planstelle zu besetzen und Schülerinnen und Schüler in zwei Fächern zu unterrichten. So legen es die vereinbarten Standards der Kultusminister für alle Bundesländer fest.

Es sei denn, es herrscht Lehrermangel.

Wenn es an vollständig ausgebildeten Nachwuchslehrkräften fehlt, gelten die strengen Standards der KMK nur noch begrenzt, denn es gibt eine klare Prio rität: Es muss eine Lehrkraft vor der Klasse stehen, sonst rebellieren die Eltern. Also wird Vieles möglich gemacht, was in normalen Zeiten undenkbar ist.

Und so sitzt nach den Ferien plötzlich ein neuer Kollege im Lehrerzimmer, der das letzte Mal ein Klassenzimmer von innen gesehen hat, als er selbst noch Schüler war. Er hat bisher vielleicht als Biologe gearbeitet oder war in der IT-Branche beschäftigt. Deswegen ist er auch nicht mehr der Jüngste und bringt eine profunde Berufserfahrung mit – nur eben nicht als Lehrer.

Weil diese Situation in den letzten Jahren in immer mehr Kollegien vorgekommen ist, widmen wir den Seiten- und Quereinsteigern einen eigenen Schwerpunkt. In Zeiten des Lehrermangels wird in manchen Bundesländern die Ausnahme zur Regel (vgl. den Beitrag von Tillmann), und damit sind vielfältige Herausforderungen verbunden, denen wir in den Beiträgen dieses Heftes nachspüren.

Für die Schule stellt sich die Frage, wie sie die neuen Kolleginnen und Kollegen möglichst schnell integrieren und mit den Anforderungen des Alltags vertraut machen kann. Die Seiteneinsteiger selbst müssen oftmals nicht nur die immensen Herausforderungen des Unterrichtsalltags bewältigen, sondern sich parallel dazu auch noch formal nachqualifizieren, damit sie später fest eingestellt werden können. Die Ausbilderinnen und Ausbilder wiederum müssen sich auf eine völlig neue Gruppe von Nachwuchslehrkräften einstellen. Alle diese Perspektiven finden Sie in diesem Schwerpunkt, der Sie dabei unterstützen will, Seiteneinsteiger angemessen zu begrüßen und zu begleiten.

Denn das könnte in den nächsten Jahren in manchen Regionen in Deutschland normal werden. Bildungsforscher sagen nicht nur einen länger anhaltenden Mangel an ausgebildeten Lehrkräften insbesondere für Grundschulen, berufliche Schulen und Sonderpädagogik voraus. Sie stellen – wie auch Klaus Klemm in diesem Heft – fest, dass es aufgrund der besonderen Gegebenheiten des Lehrerarbeitsmarktes immer wieder zu Lehrermangel kommen kann. Seiteneinsteiger sind also mehr oder weniger normal. Daraus zieht Tillmann in seinem Beitrag den Schluss, dass es für sie auch einen regelhaften Zugang in den Lehrerberuf geben sollte.

Ob dies wirklich so kommt, ist eine politische Frage. Für die nahe Zukunft aber gilt, dass in immer mehr Schulen Quer- und Seiteneinsteiger jene Lücken füllen, die sich in Zeiten des zumindest teilweise selbstverschuldeten Lehrermangels auftun. Damit dies gelingt, ist es wichtig, diese neuen Kolleginnen und Kollegen vor allem auch als Bereicherung zu betrachten: Sie bringen oftmals eine Lebens- und Berufserfahrung mit, über die viele grundständig ausgebildete Lehrkräfte nicht verfügen. Durch ihre oftmals überraschende Perspektive auf Schule können sie nicht nur den Unterricht, sondern auch die Schulentwicklung positiv beeinflussen.

Nicht nur im Klassenzimmer, auch im Lehrerzimmer gilt also: Vielfalt bereichert. ​

Dr. Jochen Schnack
Redaktionsleiter

Seiten- und Quereinsteiger in der Schule

​Neue alte Wege in den Lehrerberuf​

Das Thema Lehrermangel ist wieder auf dem Tisch; entsprechend wurden und werden in vielen Bundesländern Programme für Seiten- und Quereinsteiger entwickelt und interessierte Personen nachqualifiziert. Was wissen wir über diese Personen und Programme? Werden aus Notmaßnahmen bald Dauereinrichtungen? Sinkt, wie zuweilen behauptet, dadurch das Niveau an den Schulen?

Grundständig ausgebildete Lehrerinnen und Lehrer sind derzeit in vielen Bundesländern und Unterrichtsfächern – wieder einmal – rar. Besonders betroffen sind (schon seit längerer Zeit) die beruflichen Schulen, im allgemeinbildenden Bereich vor allem die Grund- und die weiterführenden Schulen des Sekundar-I-Bereichs sowie an den Gymnasien die MINT-Fächer. Infolgedessen sehen sich die meisten Kultusbehörden gezwungen, alternative Wege bei der Rekrutierung und Ausbildung von pädagogischem Personal auszubauen, sodass man letztlich auch ohne Lehramtsstudium in den Beruf gelangen kann. 2017 betrug z. B. der Seiteneinsteigeranteil an allen Neueinstellungen in den Schuldienst im besonders betroffenen Sachsen 46 Prozent und in Berlin 42 Prozent; andere Bundesländer können ihren Bedarf noch stärker (NRW: ca. 10 Prozent) oder weitgehend ohne diese Lösung decken (vgl. die Länderübersicht bei Tillmann in diesem Schwerpunkt). Eine Mischung aus demografischen Veränderungen, verspäteten Reaktionen einiger Kultusministerien und wenig steuerbaren Studienentscheidungen (vgl. hierzu den Beitrag von Klemm) hat dafür gesorgt, dass man aktuell das Beste aus der so von niemandem gewollten Situation machen muss – die aber durchaus auch Chancen und Möglichkeiten bietet; diese möchte das vorliegende Themenheft aufgreifen.

​Seiten- und Quereinsteiger haben nicht regulär auf Lehramt, aber mindestens ein schulaffines Fach und Anteile eines weiteren Faches studiert; sie sind z. B. ausgebildete Biologen, Musikerinnen, Kunsthistoriker oder Elektrotechnikerinnen, die sich aus verschiedenen Gründen für einen Job in der Schule interessieren (oder in Schulen bereits auf befristeten Stellen als Vertretungslehrkräfte arbeiten). Ihnen fehlen vor allem die in der regulären (universitären) Ausbildung verankerten und in den Bundesländern unterschiedlich umfangreichen pädagogischen und fachdidaktischen Anteile, daneben aber auch die Schulpraktika und unter Umständen Teile des fachwissenschaftlichen Studiums (insbesondere für das Zweitfach). Mit diesen fehlenden Anteilen wird nun ganz unterschiedlich umgegangen:

  • Quereinstieg: Anstelle des Lehramtsstudiums wird ein fachwissenschaftliches Studium, und zwar für zwei Unterrichtsfächer, anerkannt (z. B. bei einem Dipl.-Physiker Mathematik und Physik). Die bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Elemente der ersten Ausbildungsphase werden übergangen; die Personen steigen in den Vorbereitungsdienst ein. In einigen wenigen Programmen müssen die Quereinsteiger dagegen noch einige Semester nachholen, bevor sie ins Referendariat gehen können. ​
  • Seiteneinstieg: Auch hier erfolgt eine Anerkennung von Teilen eines schulaffinen Fachstudiums. Die Seiteneinsteiger qualifizieren sich aber im Unterschied zur ersten Gruppe berufsbegleitend, das heißt während sie schon mit hoher Stundenzahl (und entsprechendem Gehalt) in Schulen arbeiten. Neben dem Unterrichten werden die bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Elemente des Lehramtsstudiums nachgeholt, im Anschluss geht es teilweise noch (aber nicht immer) in den berufsbegleitenden Vorbereitungsdienst; dabei bleibt es bei der hohen Unterrichtsverpflichtung. ​

​ Diese Unterscheidung ist nur als grobe Richtschnur zu verstehen: Weder die Begriffsverwendung noch die Nachqualifikationsprogramme sind in der Praxis der Bundesländer einheitlich, und die Medien verwenden beide Ausdrücke oft synonym. Die Zulassungsbedingungen zum Schuldienst, auch die Konditionen zur Weiterqualifizierung unterscheiden sich je nach Bundesland teilweise erheblich (www.bildungsserver.de/Quereinsteiger-Seiteneinsteiger-1573-de.html; vgl. auch die Zusammenstellung bei Puderbach et al. 2016). ​ ​

Was wissen wir über Seiten- bzw. Quereinsteiger?

​ Viele Lehrerinnen und Lehrer haben bereits Erfahrungen mit Seiten- bzw. Quereinsteigern gemacht; systematische Untersuchungen über diese Personengruppen stehen indes noch weitgehend aus. Nach Untersuchungen der TU Dresden (die allerdings auf einen spezifischen Kontext bezogen und nicht repräsentativ sind) verfügten die dortigen Quereinsteiger – im Blick standen hier 39 Personen, die die bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Anteile des Lehramtsstudiums nachstudierten – nicht zuletzt durch ihr höheres Alter und ihre Lebenserfahrung über einen Erfahrungs- und Wissensvorsprung gegenüber regulären Lehramtsstudierenden und wurden als hoch motiviert wahrgenommen. Sie hatten etwa zur Hälfte an Universitäten oder in außerschulischen Bereichen (VHS, Museen, Theater usw.) meist auf befristeten Stellen gearbeitet und waren im Kern »hochgebildet, prekär beschäftigt und pragmatisch orientiert« (Melzer et al. 2014, S. 87). Wie sich dies anderswo und bei den Seiteneinsteigern verhält, wissen wir nicht. ​

Was wissen wir über die Nachqualifikation?

Die Nachqualifikation der Quer- und Seiteneinsteiger wird derzeit mit wenigen Ausnahmen (z. B. FU Berlin) vom Personal der Studienseminare (den Fach-, Kern- bzw. Hauptseminarleitungen) sowie von Lehrerinnen und Lehrern an den Schulen vorgenommen; die Universitäten bleiben derzeit noch überwiegend außen vor. Die Seiteneinsteiger erhalten in der Regel einige Ermäßigungsstunden, um die bildungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Ausbildungsanteile nachzuholen, sodass ihre Unterrichtsverpflichtung in den meisten Bundesländern bei ca. 18 Wochenstunden liegt. Die Schulen erhalten manchmal eine Ermäßigungsstunde für die begleitende Mentorin/den begleitenden Mentor. Darüber, inwiefern sich diese Ausbildung von jener der regulären Lehramtsanwärterinnen und -anwärter unterscheidet, wie die Curricula quantitativ und qualitativ gestaltet sind, über welche Kompetenzen die Quer- und Seiteneinsteiger auch im Vergleich zu regulär Ausgebildeten verfügen und wie viele diesen Weg wieder verlassen, ist derzeit nicht viel bekannt. Dass Schülerinnen und Schüler bei ihnen weniger lernen (das Niveau an Schulen sinkt), wird zuweilen befürchtet, ist aber bisher nicht belegt (und vermutlich so generell auch nicht belegbar). Zur Beantwortung dieser Fragen bieten die Erfahrungsberichte dieses Schwerpunktes einige Anhaltspunkte, und es wird in den nächsten Jahren sicher Erkenntnisse hierzu geben. Klar scheint jetzt schon, dass die Seiteneinsteiger die Berufseingangsphase als sehr zeitaufwendig und belastend ansehen. Schließlich haben sie oft Familie, müssen deutlich mehr Unterricht als Referendarinnen und Referendare geben und sich parallel dazu noch weiterqualifizieren. Zumindest in Berlin füllen sie darüber hinaus überproportional häufig Lücken an Schulen mit einer sozial benachteiligten Schülerschaft (vgl. Richter et al. 2018), was mittlerweile politische Nachsteuerungsversuche nach sich zieht.

Im Vergleich zu den Neulehrern in der DDR nach dem Zweiten Weltkrieg oder den »Mikätzchen« im NRW der 1960er Jahre, die ebenfalls auf kurzem Wege für den Lehrerberuf nachqualifiziert wurden, lässt sich festhalten: ​

  • ​Die heutigen Nachqualifizierungsprogramme sind auch – jedenfalls bisher – für eine Ausnahmesituation gedacht, sie sollen also die reguläre Ausbildung an der Universität nicht ersetzen. Während einiges für die Befristung und Beschränkung dieser Sondermaßnahme spricht, gibt es inzwischen auch Überlegungen, diese Wege in den Lehrerberuf als Alternative für Spätentschlossene oder dauerhafte Mangelfächer fest zu institutionalisieren (vgl. den Beitrag von Tillmann). Hierfür sind Ideen und Konzepte vonnöten, um auch die Universitäten einzubinden und so die wissenschaftliche Fundierung der Nachqualifikation nicht zu vernachlässigen.
  • ​Seiteneinsteiger können immerhin an einer Nachqualifikation teilnehmen und bekommen dafür auch Ermäßigungsstunden und fachliche Unterstützung. Es gibt aber nach wie vor Personen im System Schule, die ganz auf sich allein gestellt oder auf das Wohlwollen von Kolleginnen und Kollegen angewiesen sind: die befristet eingestellten Vertretungslehrkräfte. Sie müssen im Prinzip von heute auf morgen voll als Lehrkraft arbeiten. Hierfür werden oft in Ausbildung befindliche Studierende eingesetzt – und auch in diesen Fällen stellen sich jede Menge Fragen.

Seiten- und Quereinstiege bringen für die Schulen und die Studienseminare, aber auch für die Neuen selbst und für deren Kolleginnen und Kollegen Herausforderungen mit sich, die in diesem Themenheft aus mehreren Perspektiven umfassend dargestellt werden sollen. Insbesondere benötigen sie, vielleicht noch mehr als andere im Berufsanfang stehende Personen, verlässliche Ansprechpartner und Mentorinnen vor Ort – an den Schulen. Zugleich aber können sie die Schulen mit ihrer Lebens- und Berufserfahrung deutlich bereichern. Wie sie aufgenommen wurden und wie die Unterstützung dieser Personengruppe ausfällt oder aussehen kann, sollen die Erfahrungsberichte dieses Heftes exemplarisch verdeutlichen. ​ ​

Zwei Möglichkeiten zum Seiteneinstieg in NRW (Stand März 2019)

OBAS

  • »Ordnung zur berufsbegleitenden Ausbildung von Seiteneinsteigerinnen und Seiteneinsteigern und der Staatsprüfung« (OBAS); in der Regel 24 Monate, sechs Anrechnungsstunden für die Seiteneinsteigenden, zwei Anrechnungsstunden für die Schule pro Person
  • Die zur Ausbildung zugelassenen »Lehrkräfte in Ausbildung« absolvieren eine sechsmonatige Vorbereitungsphase sowie einen parallel stattfindenden Kurs in Bildungswissenschaften (Umfang 40 Stunden); beides verantwortet und durchgeführt von den Zentren für schulpraktische Lehrerausbildung (ZfsL). Nach einer Prüfung nehmen sie im Anschluss (wie alle anderen Lehrämter auch) am Vorbereitungsdienst teil und erwerben mit dem zweiten Staatsexamen die Lehramtsbefähigung für zwei Schulfächer.

PE

  • »Pädagogische Einführung«; zwölf Monate, fünf Anrechnungsstunden für die Seiteneinsteigenden, eine Anrechnungsstunde für die Schule pro Person.
  • Die Teilnehmenden erwerben in einer dreimonatigen Orientierungsphase und einer neunmonatigen Intensivphase, durchgeführt von den Schulen und ZfsL, eine Unterrichtserlaubnis für ein Schulfach.

Zu den Beiträgen dieses Hefts

Einen Überblick über die Situation in den Bundesländern gibt Tillmann. Dabei geht er besonders auf die Situation in Berlin ein. In vier Erfahrungsberichten kommen dann Seiteneinsteigende aus Nordrhein-Westfalen zu Wort und berichten über ihre Motive, Erlebnisse, Erfahrungen und Wünsche auf dem Weg zu einer »richtigen« Lehrkraft: zwei Personen nach dem sogenannten OBAS-Programm (Zender: an eine Gesamtschule; Toubartz: an ein Berufskolleg; siehe auch Kasten) und zwei Personen über die sogenannte Pädagogische Einführung (Liffers: an eine Realschule; Lenz: an eine Hauptschule). Im Anschluss schildern mit der Ausbildung dieser Personengruppe Befasste – ein schulischer Mentor (Richter-Kruse) und zwei Fach- bzw. Kernseminarleitungen (Kipker/Seibt) – ihre Eindrücke. Danach geht es um die Situation in Sachsen: Ein Gespräch mit einer Schulleiterin verdeutlicht, welche Erfahrungen diese mit Seiteneinsteigern gemacht hat und wie sie die Situation in Sachsen einschätzt (Schulz). Der Thementeil endet mit einer Darstellung von zwei Programmen an der TU Dresden, in denen die bildungswissenschaftliche und fachdidaktische Ausbildung auf unterschiedliche Art und Weise verdichtet nachgeholt werden (Puderbach). ​

Literatur

​ Bauer, C./Buschor, C./Safi, N. (Hrsg.) (2017): Berufswechsel in den Lehrerberuf. Bern: hep.​
​Böhmann, M. (2011): Das Quereinsteigerbuch. Weinheim/Basel: Beltz.
​Melzer, W./Pospiech, G./Gehrmann, A. (2014): QUER. Qualifikationsprogramm für Akademiker zum Einstieg in den Lehrerberuf. Abschlussbericht. https://tu-dresden.de/zlsb/ressourcen/dateien/weiterbildung/Expertise_QUER.pdf?lang=de
​Reintjes, C./Bellenberg, G./Greling, E./Weegen, Maja E. (2012): Landesspezifische Ausbildungskonzepte für Seiteneinsteiger in den Lehrerberuf: Eine Bestandsaufnahme. In: Schulpädagogik heute, 3, 5, S. 1–20.​
​Puderbach, R./Stein, K./Gehrmann, A. (2016): Nicht-grundständige Wege in den Lehrerberuf in Deutschland. Eine systematisierende Bestandsaufnahme. In: Lehrerbildung auf dem Prüfstand 9, 1, S. 5–30.​
​Richter, D./Marx, A./Zorn, D. (2018): Lehrkräfte im Quereinstieg: sozial ungleich verteilt? Eine Analyse zum Lehrermangel an Berliner Grundschulen. www.bertelsmann-stiftung.de/fileadmin/files/BSt/Publikationen/GrauePublikationen/Studie_Quereinsteiger_in_Berlin.pdf​

​Matthias Trautmann ​ ist Professor für Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Schulpädagogik und Allgemeine Didaktik an der Universität Siegen und Mitglied der Redaktion von PÄDAGOGIK.
​matthias.trautmann(at)uni-siegen.de​

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Ein Wechsel der Perspektive zeigt: Nicht nur die Quer- und Seiteneinsteigenden haben Bedürfnisse und viel Arbeit, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen an der Schule müssen mit den Neuen zurechtkommen und sie ins Team integrieren. Im Interview mit Dagmar Schulz, der Leiterin einer sächsischen Oberschule, wird klar, dass diese Situation durchaus frischen Wind in die Schule bringen kann.
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Ein Wechsel der Perspektive zeigt: Nicht nur die Quer- und Seiteneinsteigenden haben Bedürfnisse und viel Arbeit, sondern auch die Kolleginnen und Kollegen an der Schule müssen mit den Neuen zurechtkommen und sie ins Team integrieren. Im Interview mit Dagmar Schulz, der Leiterin einer sächsischen Oberschule, wird klar, dass diese Situation durchaus frischen Wind in die Schule bringen kann.
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