Seiten- und Quereinsteiger in den Lehrerberuf – VORSCHAU AUF HEFT 6/2019

3. Mai 2019

In Zeiten eines zunehmenden Mangels an Lehrkräften greifen viele Bundesländer zu ungewöhnlichen Maßnahmen, um den Unterricht sicherzustellen. In immer größerer Zahl werden Seiten- und Quereinsteiger eingestellt, die vielfältige Erfahrungen aus anderen Berufen und Studiengängen mitbringen. Das bedeutet auch, dass in immer mehr Lehrerzimmern zu Beginn des Schuljahres neue Kolleginnen und Kollegen auftauchen, die keine grundständige Ausbildung absolviert haben und daher wenig pädagogische Erfahrung mitbringen. Darin liegt eine hohe Anforderung für alle Beteiligten.

Im nächsten Themenschwerpunkt kommen Betroffene zu Wort: Seiteneinsteiger schildern, warum sie sich spät für den Lehrerberuf entschieden haben und welche Erfahrungen sie beim Um- und Einstieg in den neuen Beruf machen. Sie äußern Wünsche und Erwartungen an die Unterstützung beim Start in den neuen Beruf.

Mentoren und Schulleiter berichten wiederum von den besonderen Anforderungen, die mit der Begleitung der Seiteneinsteiger verbunden sind. Dabei machen sie auch deutlich, dass die außerschulischen Erfahrungen der neuen Kolleginnen und Kollegen eine Bereicherung für jede Schule sein können.

Die Ausbilder von Seiteneinsteigern in Seminar und Universität schildern, welche besonderen Angebote sie entwickelt haben, um den unerfahrenen Kolleginnen und Kollegen den Einstieg in den neuen Beruf zu erleichtern. Außerdem erklären wir, warum der zyklische Mangel und damit die Notwendigkeit, neue Wege bei der Qualifizierung von Nicht-Lehrern zu entwickeln, gewissermaßen unvermeidlich sind.

Außerdem

  • Der Beitrag zeigt auf, wie Lehrkräfte damit umgehen können, dass rechtsnationale und rechtsextremistische Positionen immer unverhohlener in der politischen Diskussion eingenommen werden.
  • In der Serie »Lehrerbelastung« wird an einem Beispiel gezeigt, wie eine Schule mithilfe des standardisierten Instruments der Gefährdungsanalyse die Belastungssituation der Beschäftigten erfassen und Folgerungen daraus ziehen kann.
  • Die Rubrik »Kontrovers« diskutiert die Frage, ob es – wie in anderen sozialen Berufen auch – eine verpflichtende Supervision für Lehrkräfte geben sollte.
  • Die Rezensionen stellen aktuelle Neuerscheinungen zum Umgang mit der wachsenden Vielfalt der Religionszugehörigkeit von Schülerinnen und Schülern vor.