2´16Unterricht spannend gestalten

Cover PÄDAGOGIK 2/2016
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Das beste Mittel gegen Langeweise ist die Neugier der Lernenden, Lust etwas zu erforschen oder zu entdecken – Brücken zwischen Lernenden und Lerngegenstand. Die Beiträge zeigen Möglichkeiten – auch für trockene und harte Phasen des Unterrichts.

Neugier auf den Lerngegenstand hilft beim Lernen. Spannend nennen die Schüler das und beschreiben damit eine produktive Anspannung, eine Lust etwas zu erforschen oder zu entdecken – etwas, das wie eine Brücke wirkt zwischen Lernen und Lerngegenstand.

Solche Brücken müssen allerdings immer gut konstruiert sein, passend für konkrete Gruppen sowie Schülerinnen und Schüler. Deshalb lässt sich wenig verallgemeinern – um so mehr zählt das konkrete Beispiel. Das vorliegende Heft bietet vielfältige Erfahrungen und Anregungen zu den folgenden Fragen:

  • Welche Methoden eignen sich für eine spannende Unterrichtsgestaltung?
  • Wie kann das eigenständige Erstellen von Erklärvideos das Lernen anregen?
  • Wie kann die Arbeit mit Tablets das Lesen spannend machen?
  • Wie kann eine humorvolle Atmosphäre für Freude am Lernen sorgen?
  • Wie können kleine Übungen zum Wechsel von Spannung und Entspannung beitragen?
  • Wie denken Schüler(innen) über den Anspruch an »spannenden« Unterricht?

Die Beiträge zeigen zweierlei: Nicht jede Phase im Unterricht muss spannend sein; denn Spannung lässt nach und Entspannung gehört dazu. Und es gibt Phasen im Unterricht, die hart und trocken sind. Aber auch da gibt es Ideen, wie diese anregend gestaltet werden können. Aber macht nicht gerade das den Beruf so spannend?

Johannes Bastian

Unterricht spannend gestalten

Jochen Schnack

Der Alltag von Schule ist Unterricht, und dieser Alltag ist nicht unbedingt immer spannend, kann und muss es auch nicht immer sein. Und doch lernen die Schüler meistens besser, wenn sie eine Sache als spannend und anregend empfinden. Es ist also gut, wenn der Unterricht spannend gestaltet wird. Doch was bedeutet das? Was kann der Lehrer tun, um Interesse zu wecken und Spannung zu erzeugen?

Wissen Sie, woher der Name Nylon für künstlich hergestelltes Garn stammt? Wenn nicht: Die Antwort finden Sie am Ende des Textes …

Zugegeben, das ist eine eher plumpe Art, Spannung zu erzeugen. Aber doch wirksam (haben Sie schon nachgeschaut?) – der sogenannte Cliffhanger findet sich daher nicht nur in Literatur und Film, er hat auch im Unterricht seinen festen Platz. Aber er ist natürlich nicht das einzige Mittel, um den Unterricht für die Schüler attraktiver zu gestalten.

Die Ausgangslage: Schule ist eine Pflichtveranstaltung. Die Schüler kommen (in der Regel) nicht, weil sie es gern möchten oder besonders spannend finden, sie kommen, weil sie müssen. Sie haben keine Wahl. Für den Lehrer ist das zunächst einmal eine bequeme Position: Er muss nicht um die Gunst seiner »Kunden« buhlen, wie dies eine Volkshochschule, ein Theater oder ein Kino tun müssen. Sie werden ihm einfach zugeführt.

Jedoch stellt sich nicht selten heraus, dass gerade diese Grundsituation im Alltag zu einer Belastung wird. Uninteressierte Schülerinnen und Schüler fläzen sich auf den Stühlen und Tischen, während sich der Lehrer vorne abmüht, ihnen den Stoff beizubringen. Und wenn es zu schlimm wird, droht er mit schlechten Noten … Natürlich ist dies ein Zerrbild, doch unbestreitbar ist die Ausgangslage zumindest teilweise widersprüchlich: Auf der einen Seite ist Lernen ein aktiver, interessengeleiteter und damit letztlich freiwilliger Prozess, auf der anderen Seite soll es in der Schule gewissermaßen erzwungen werden.

Brücken bauen

In dieser Lage hat der Lehrer die Aufgabe, Brücken zu bauen – Brücken zwischen dem Schüler in seiner je eigenen Ausgangs- und Interessenlage und dem vorgegebenen Unterrichtsstoff. Diese Brücken können unterschiedlich gestaltet werden, aber ihr Zweck ist stets der gleiche: Sie sollen Lernen gelingen lassen. Den Unterricht spannend zu gestalten, kann eine solche Brücke sein. Doch was heißt das? Fragt man ältere Schüler, so ist »Spannung« gar keine Kategorie, die sie mit Unterricht in Verbindung bringen (siehe den Beitrag von Kuen/Schwarzmann in diesem Heft). Spannung, das passe eher zu Filmen oder Büchern, sagen sie, nicht zum Lernen in der Schule. Was kann man da von einem Schwerpunkt zu »spannendem Unterricht« erwarten?

Den Unterricht spannend zu gestalten, kann eine Brücke zu gelingendem Lernen sein.

Zunächst einmal: Der Begriff »Spannung« wird hier nicht im gleichen Sinne verwendet wie in Krimis oder Horrorfilmen. Spannung im Unterricht: Das steht vor allem für Neugier, Wissensdurst und Entdeckerlust. Unterricht ist spannend, wenn er die Schüler in einen Zustand produktiver Anspannung versetzt, wenn sie Lust auf´s Lernen haben und mehr von dem wollen, was sie gerade erleben.

Es gibt viele Wege, im Unterricht Spannung in diesem Sinne zu erzeugen. Ob es gelingt, hängt von vielen Faktoren ab, z. B. vom Alter der Schüler, von ihren Vorerfahrungen, vom Unterrichtsgegenstand. Jüngere Schüler lassen sich in anderer Weise begeistern als Achtklässler; Jugendliche aus dem sozialen Brennpunkt haben andere Lebenserfahrungen und Interessen als die Altersgenossen aus der Kleinstadt, und die Mathematik stellt andere Anforderungen und verfügt über andere didaktische Mittel als die Geschichtswissenschaft.

Verallgemeinern lässt sich hier also wenig, es zählt vor allem das konkrete Beispiel. Die Brücken müssen immer individuell und passgenau für eine bestimmte Gruppe, für konkrete Schülerinnen und Schüler konstruiert werden, und dies täglich neu. Wichtig ist vor allem, dass beide Seiten – der Schüler und die Sache – intensiv miteinander ins Geschäft kommen, dass der Schüler die zunächst fremde Sache zu seiner eigenen macht. Wie kann dies gelingen?

Aus der Literatur sowie aus den Beiträgen dieses Schwerpunkt lassen sich – mit aller Vorsicht – einige allgemeine Hinweise gewinnen:

  • Die Lehrerpersönlichkeit ist wichtig. Ein Lehrer, der hinter der Sache steht und sie zu seiner eigenen macht, hat es leichter, auch die Schülerinnen und Schüler dafür zu begeistern. Dabei hilft eine gelassene und humorvolle Haltung, die sich auch erlernen lässt (siehe auch den Beitrag von Seidler/Ullmann). Methodenvielfalt hilft den Schülerinnen und Schülern, einen Zugang zum Thema zu bekommen. Unterschiedliche Schüler haben unterschiedliche Interessen und Vorerfahrungen, und sie eignen sich auch deswegen Kenntnisse in unterschiedlicher Weise an. Daher ist es hilfreich, ihnen unterschiedliche Methoden anzubieten, auch damit sie mehr über ihre eigenen Lernwege erfahren und diese aktiv gestalten lernen (vgl. dazu den Beitrag von Thömmes).
  • Handlungsorientierung hilft den Schülerinnen und Schülern, Zugang zu einer Sache zu bekommen. Wenn sie einen Auftrag haben, bei dem sie etwas erstellen und gegebenenfalls präsentieren sollen, müssen sie sich sowohl praktisch als auch kognitiv mit einem Gegenstand auseinandersetzen. Wenn die Handlungsorientierung überdies noch mit Elementen des Wettbewerbs verknüpft wird, wie dies z. B. der Beitrag von Leimbach u. a. zeigt, entsteht Spannung von ganz allein.
  • Neue technische Geräte wie Smartphones oder Tablets sind für die Schülerinnen und Schüler attraktiv und erweitern die didaktischen Möglichkeiten des Lehrers, gerade auch, wenn es um einen differenzierten Unterricht geht. Der Umgang mit ihnen in der Schule ist für die Schüler spannend, auch weil sie diese Geräte außerhalb der Schule alltäglich benutzen, jedoch im Unterricht neue Einsatzmöglichkeiten kennenlernen können. Tablets und Smartphones können z. B. zur Leseförderung in der Grundschule (siehe den Beitrag von Punt) oder zur kreativen Medienarbeit eingesetzt werden (siehe den Beitrag von Günther/Zankel); zu weiteren Einsatzmöglichkeiten der neuen technischen Geräte bereitet PÄDAGOGIK derzeit einen eigenen Schwerpunkt im Juni 2016 vor.

Handlungsorientierung hilft den Schülern, Zugang zu einer Sache zu bekommen.

Dieser Schwerpunkt enthält Anregungen in all diesen Bereichen sowie noch einige mehr und ist doch nicht repräsentativ, denn die Möglichkeiten, den Unterricht spannend und anregend zu gestalten, sind zahllos, und jede Leserinnen, jeder Leser wird über eigene Erfahrungen in diesem Bereich verfügen.

Spannung und Entspannung

Das bedeutet nun aber nicht, dass aller Unterricht spannend sein muss. Denn erstens: Es gehört zum Wesen jeder (An)Spannung, dass sie unweigerlich nachlässt – jeder Spannung folgt eine Entspannung. Und diese Entspannung ist ein wesentlicher Bestandteil einer produktiven Spannung im Unterricht – darauf weist z. B. Detlef Träbert in seinem Beitrag hin. Das bedeutet, dass diese Phasen der Entspannung gezielt einzuplanen und zu gestalten sind.

Und zweitens: Nicht jeder Unterricht kann immerzu spannend sein, und schon gar nicht für jeden Schüler. Es gibt Elemente oder Phasen im Unterricht, die sind zumindest für manche Schülerinnen und Schüler hart und trocken. Doch sie sind höchstwahrscheinlich weniger zahlreich, als wir vermuten, und es ist nun einmal unsere Aufgabe als Lehrer, auch hierfür immer wieder neue Ideen zu entwickeln, wie wir diese Phasen spannend und anregen gestalten können. Aber ist es nicht gerade diese Kreativität, die unseren Beruf so spannend macht?

P. S.: Ach, übrigens, hier die versprochene Auflösung: Nylon wurde erstmals 1938 in den USA hergestellt. Seine Erfinder kamen aus New York und London. Und aus diesen Städtenamen setzte sich der Handelsname »NY-Lon« (Nylon) für Chemiefasern und Kunststoffe aus Polyamiden zusammen. Haben Sie´s gewusst?

Dr. Jochen Schnack ist Leiter der German International School in Boston und Mitglied der Redaktion von PÄDAGOGIK.
Adresse: German International School Boston, 57 Holton Street, Boston, MA 02134, USA
E-Mail: jochen.schnack@gmx.info

Inhalt Magazin

 

Willkommenskultur: Eine Checkliste

Viele Schulen nehmen in diesen Wochen neue Kinder auf, die vor kurzem nach Deutschland geflüchtet sind. Diese Kinder haben sehr unterschiedliche, zum Teil zutiefst verstörende Erfahrungen gemacht und leben nun in einem ihnen fremden Land, dessen Sprache sie zumeist nicht verstehen. Für die Schulen ist dies eine große Herausforderung. PÄDAGOGIK zeigt im Rahmen einer kleinen Serie anhand einiger Beispiele, wie die Integration von Flüchtlingskindern in die Schule gelingen kann.

Es ist der erste Schultag für die neue Internationale Vorbereitungsklasse (IVK) und ihre Klassenlehrerin. Noch in den letzten Tagen der Sommerferien wurde der Klassenraum vorbereitet. Überall an den Wänden hängen Bilder und in Großbuchstaben darunter sind ihre Bedeutungen zu sehen. In dem Regal hinten an der Wand stehen Sammelordner mit den Namen der Schülerinnen und Schüler. Hier sollen sie ihre individuell erarbeiteten Ergebnisse aus dem Unterricht abheften. Die Tische im Klassenraum sind zur Tafel hingerichtet und in Großbuchstaben stehen die Namen der neuen Schüler auf Namensschildern. Jeder der Schüler bekommt eine wiederauffüllbare Trinkflasche. Daneben ist eine kleine Mappe zu finden, in der die Schulbedarfe der Schüler mit Bild und Wort dargestellt sind; dort finden sich auch wichtige Informationen in einfacher Sprache für die Eltern. Auf dem Pult liegen Schulinformationen in verschiedenen Sprachen aus. Daneben steht eine kleine Vase mit frischen Blumen, die zur angenehmen Atmosphäre im Raum beitragen. Die Lehrerin steht jetzt in der Tür und blickt ein letztes Mal in den Raum und betrachtet ihr Werk. Sie fragt sich voller Vorfreude, aber auch ein wenig mit Sorge, ob sie etwas vergessen hat. Was für Kinder werden kommen? Welche Erfahrungen bringen sie mit? Werden sie sich wohlfühlen? Schaffen wir es, eine Gemeinschaft zu werden? Werden sie schnell Deutsch lernen, um ihre Bedürfnisse, Wünsche und Erwartungen benennen zu können? Mit diesen, aber auch anderen Fragen, verschließt sie die Tür …

Diese Geschichte ist nur eine von vielen. Heute unterrichten beispielsweise in Hamburg mehr als 300 Klassenlehrerinnen und -lehrer in IVK – Tendenz steigend. Neben dem normalen »Lehreralltag« müssen sie eine »Willkommenskultur« in ihren Klassen etablieren, auch weil immer wieder neue Schüler in die Klassen aufgenommen werden.

Aber was bedeutet das konkret? Eine Willkommenskultur meint, dass alle Schüler, ihre Eltern und Erziehungsberechtigten und Lehrkräfte in der Klasse, aber auch in der Schule insgesamt eine Kultur vorleben, in der sie sich selbst wohlfühlen. Es geht also weit über das »Ankommen« und »Willkommen heißen« hinaus. Vielmehr soll etwas »Vertrautes und auch Gemeinsames« entstehen. Dabei sollte die vorhandene Vielfalt durchaus sichtbar sein. Durch die Teilhabe von Eltern bei der Gestaltung des Schulalltages, durch Unterstützungssysteme der Schüler untereinander oder einfach das »Wohlfühlen« der Schüler kann eine große Identifikation mit der Schule gelingen. Schulen, die so eine Kultur umsetzen, sind offener für neue Schülerinnen und Schüler.

Für Kinder und Jugendliche aus Flüchtlingsfamilien ist das Ankommen in einem für sie fremden Land nicht einfach. Sie sind in der Regel mit einem völlig neuen sprachlichen und kulturellen Umfeld konfrontiert, das auch für sie unbekannte Kommunikationsstile, Werte und nicht zuletzt andere Erziehungsstile umfasst. Wenn sie geflüchtet sind, haben sie möglicherweise traumatische Kriegs- und Fluchterfahrungen erlebt. Ob mit oder ohne Fluchterfahrung: In jedem Fall können Ängste, etwas »falsch« zu machen oder gar zu versagen, im Hintergrund eine Rolle spielen. Kinder lernen zwar schnell, aber auch sie brauchen Zeit und Geduld. Aber auch die Lehrkräfte stehen vor einer großen Herausforderung. Für sie ist die Situation genauso fremd und auch sie haben vielleicht Ängste. Denn: ihr Auftrag ist es, trotz der individuell stark abweichenden Bildungsbiografien alle Schüler zu den bestmöglichen Lernergebnissen zu führen und sie – wie z. B. in Hamburg in den Rahmenvorgaben für IVK festgelegt – in der Regel in einem Jahr soweit zu bringen, dass sie die Regelklasse besuchen können.

Was kann diesen Lehrkräften helfen, diesen Auftrag zu erfüllen? Welche Rolle kann dabei die Schule, das Kollegium und die Schulleitung bei der Umsetzung der Willkommenskultur als einen Teil der interkulturellen Schulentwicklung übernehmen?

Die hier zum Download bereitgestellte Checkliste (PDF) kann eine erste Orientierung für Lehrerkräfte und Schulleitungen sein, was sie im Umgang mit Internationalen Vorbereitungsklassen bedenken sollten.

Zahide Doğaç ist Mitarbeiterin in der Beratungsstelle Interkulturelle Erziehung des Landesinstituts für Lehrerbildung und Schulentwicklung in Hamburg.
zahide.dogac(at)li-hamburg.de

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Die Jugend leidet unter der Krise in der EU

Nach einer Studie der Bertelsmann-Stiftung sind Kinder und Jugendliche die großen Verlierer der andauernden europäischen Wirtschafts- und Schuldenkrise. Die Studie kommt zum dem Ergebnis, dass 26 Millionen oder fast 30 Prozent der unter 18-Jährigen in der Europäischen Union von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Dabei sind die Jugendlichen in Spanien, Portugal, Italien und Griechenland besonders stark betroffen. Dort hat die Zahl der betroffenen Kinder und Jugendlichen seit 2007 um 1,16 Millionen auf 7,6 Millionen zugenommen.

Deutschland belegt trotz einer starken Konjunktur nur den siebten Platz, konnte jedoch seinen Index-Wert seit 2008 von 6,16 auf 6,52 verbessern. Der EU-Schnitt liegt bei 5,63. Spitzenreiter ist Schweden (7,23), Griechenland liegt bei 3,61. Dies zeigt auch, dass es neben einer wachsenden Kluft zwischen Alt und Jung in der EU auch ein deutliches Nord-Süd-Gefälle gibt. Die Studie ist unter https://www.bertelsmann-stiftung.de/de/publikationen zu finden.

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Mehr Jugendaustausch mit China

Die Regierungen von Deutschland und China wollen den Jugend- und Bildungsaustausch zwischen beiden Ländern ausbauen. Das vereinbarten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und der chinesische Ministerpräsident Li Keqiang bei einem Besuch der Universität Hefei in der Provinz Anhui. Beide nahmen an einer Feier zum 30-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen der chinesischen Hochschule und mittlerweile 17 deutschen Universitäten teil.

Die Universität Hefei soll zum Pilotprojekt für die Bildungszusammenarbeit beider Länder werden. Mehr als 1 400 Studierende von dort haben in Deutschland studiert, mehr als 600 deutsche Studenten waren bereits zu Aufenthalten in Hefei. Hefei liegt etwa eineinhalb Flugstunden südlich von der Hauptstadt Peking und hat gut 7,5 Millionen Einwohner.

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Deutscher Lehrerpreis: Ausschreibung läuft bis Mitte April

Der »Deutsche Lehrerpreis«, der von der Vodafone Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband (DPhV) getragen wird, hat sich neben der allgemeinen Anerkennung und Wertschätzung des Lehrerberufs auch die Förderung neuer innovativer Unterrichtskonzepte zum Ziel gesetzt. Er wird seit sieben Jahren in zwei Kategorien vergeben. Die Kategorie »Lehrer/innen: Unterricht innovativ« des Wettbewerbs 2016 wendet sich an Lehrer und Lehrerinnen aus dem Sekundarbereich deutscher Schulen, die fächerübergreifend unterrichten und im Team zusammenarbeiten. Für diese ideenreichen, innovativen Unterrichtskonzepte werden Preise im Gesamtwert von 13 000 Euro ausgeschrieben. Die Anmeldung ist bis zum 15. April möglich.

Bei »Schüler/innen zeichnen Lehrer/innen aus« nominieren Schülerinnen und Schüler des Abschluss-Jahrganges 2016 an weiterführenden Schulen besonders engagierte Lehrkräfte, die ein verantwortungsvolles Miteinander in der Schule fördern. Die ausgezeichneten Pädagoginnen und Pädagogen erhalten zur Würdigung ihrer besonderen Leistung eine exklusive Trophäe. Anmeldungen sind ebenfalls bis zum 15. April 2016 möglich. Alle weiteren Informationen sind unter www.lehrerpreis.de zu finden.

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Ansturm auf Bayerns Hochschulen

Die bayrischen Hochschulen verzeichnen einen Ansturm von Studentinnen und Studenten. Seit Ende des vergangenen Jahrzehnts ist ihre Zahl um mehr als 100 000 gestiegen; das waren doppelt so viele, wie die Staatsregierung erwartet hat. Zum Beginn des laufenden Wintersemesters waren 376 000 Studierende an den bayrischen Hochschulen eingeschrieben. Das waren rund zwei Prozent mehr als im vergangenen Studienjahr. Rund zwei Drittel studieren an einer Universität, die übrigen an Fachhochschulen. Im Wintersemester 2009/10 hatte das Wissenschaftsministerium noch 272 000 Nachwuchsakademiker an Universitäten und Fachhochschulen gezählt.

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Mathe-Blog

Seit kurzem bloggen namhafte Autorinnen und Autoren wie Prof. Dr. Brigitte Lutz-Westphal von der Freien Universität Berlin, Wissenschaftskabarettist Vince Ebert, Mathematiker und Autor Dr. Dr. h.c. Norbert Herrmann oder Prof. Dr. Matthias Ludwig von der Goethe-Universität Frankfurt rund um die Mathematik und das Thema Rechnen. Aufgeteilt ist der neue Blog summa.stiftungrechnen.de der Stiftung Rechnen in die fünf Rubriken Alltag, Finanzmathe, Meilensteine, Kurioses und Aktuelles. Wöchentlich sollen neue Beiträge hinzukommen.

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Sachsen-Anhalt: Mehr Schulabbrecher

In Sachsen-Anhalt ist die Zahl der Schulabbrecher an den öffentlichen Schulen gestiegen. Im Sommer 2015 haben nach Angaben des Statistischen Landesamtes 1 727 junge Menschen und damit 10,6 Prozent aller Schulabgänger nicht einmal einen Hauptschulabschluss erreicht. Im Vorjahr hatte die Quote bei zehn Prozent gelegen. Beide Quoten liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt von sechs Prozent.

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Mecklenburg-Vorpommern: Mehr Deutschunterricht in der Grundschule

Der Kultusminister von Mecklenburg-Vorpommern, Mathias Brodkorb (SPD), möchte den Deutschunterricht an den Grundschulen des Landes ausweiten, um die Rechtschreibung der Schülerinnen und Schüler zu verbessern. Vom Schuljahr 2017/18 an sollen bis zu vier wöchentliche Deutsch-Stunden zusätzlich gegeben werden, also eine Stunde in jedem Schuljahr. Bisher erhalten die Grundschüler im Land von Klasse eins bis vier insgesamt 26 bis 28 Wochenstunden Deutsch. Künftig sollen es einheitlich 30 Stunden sein, davon in Klasse 1 und 2 jeweils sieben Stunden pro Woche und in Klasse 3 und 4 jeweils acht Stunden. Um den Deutschunterricht auszuweiten, wird der Sachunterricht gekürzt. Damit dessen Themen und Inhalte nicht zu sehr leiden, sollen die Lehrpläne beider Fächer aufeinander abgestimmt werden. So könnten Brodkorb zufolge im Deutschunterricht Texte über den Wald oder bestimmte Tiere bearbeitet werden.

Die Opposition im Landtag kritisierte die Pläne und forderte eine Ausweitung des Grundschulunterrichts. Mecklenburg-Vorpommern gehört zu den Bundesländern mit den wenigsten Unterrichtsstunden in der Grundschule.

Brodkorb verkündete eine weitere Neuerung: Nach dem Vorbild der DDR-Schule will er auch den Grundwortschatz wieder einführen, den alle Schülerinnen und Schüler am Ende von Klasse vier möglichst fehlerfrei beherrschen sollen. Dieser umfasse 400 bis 600 Wörter und soll bereits vom Schuljahr 2016/17 an gelten. Außerdem sollen die Lehrer Hinweise und Fortbildungen für einen besseren Deutsch-Unterricht bekommen.

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UN: Gleichberechtigung von Frauen macht Fortschritte

Ein vor kurzem veröffentlichter UN-Bericht zeigt: Frauen leben weltweit länger, sind unabhängiger und haben besseren Zugang zu Bildung als früher. Demnach liegt die Lebenserwartung von Frauen heute bei durchschnittlich 72 Jahren, die von Männern im Schnitt bei 68. Vor zwanzig Jahren waren es bei beiden Geschlechtern noch acht Jahre weniger.

Die Sterblichkeitsrate von Müttern sank in den Jahren zwischen 1990 und 2013 um etwa 45 Prozent. Sie lag 2013 bei bei 210 Toten pro 100 000 Geburten. Nach Einschätzung der UN weist der Umstand, dass Frauen heute bei ihrer Heirat mit durchschnittlich 25 Jahren älter als früher sind, auf höhere Bildungsabschlüsse und einen steigenden Anteil von arbeitenden Frauen hin. Gleichwohl seien weltweit immer noch 26 Prozent aller Mädchen unter 18 Jahren verheiratet.

Auf dem Arbeitsmarkt sind die Unterschiede zwischen den Geschlechtern weiterhin groß: Während dem Bericht zufolge 77 Prozent der Männer arbeiten, sind es nur 50 Prozent der Frauen. Außerdem arbeiten sie häufiger in schlechter bezahlten Jobs, und ihr Durchschnittsverdienst liegt meist bei 70 bis 90 Prozent von dem, was Männer verdienen. Die Gleichberechtigung von Frauen ist eines der 17 kürzlich verabschiedeten Entwicklungsziele der UN bis 2030.

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Gutachten: Pauschales Handyverbot an Schulen ist nicht zulässig

Ein pauschales Handyverbot an Schulen ist nicht zulässig. Zu diesem Ergebnis kommt ein Gutachten des Wissenschaftlichen Dienstes des Kieler Landtags. Ein generelles Verbot dürfe sich nach Einschätzung der Juristen nur auf die Benutzung beziehen, jedoch nicht auf das bloße Mitführen von Mobiltelefonen oder Tablets. Ihrer Ansicht nach gibt es keine Rechtsgrundlage für absolute Handy-Verbote an den Schulen. Einem absoluten Verbot fehle überdies ein legitimes Ziel wie die Gewährung eines geordneten Schulbetriebs oder die Verhinderung von Missbrauch. Vielmehr gebe es gute Gründe, die ein Mitführen während der Schulzeit legitimieren, so beispielsweise die Kontaktaufnahme in Notfällen, die Erreichbarkeit auf den Schulwegen sowie Informationen an die Eltern über Änderungen im Tagesablauf.

Zugleich stellen die Juristen des Landtags aber auch klar, dass sich ein Benutzungsverbot im Unterricht von selbst verstehe, solange das Handy nicht für Unterrichtszwecke eingesetzt werde. Der Schulbetrieb müsse störungsfrei bleiben. Deshalb könne auch gefordert werden, Handys während des Unterrichts ausgeschaltet im Klassenraum zu verwahren. Auch für Schulpausen könne eine Nutzung der Geräte auf Ausnahmefälle beschränkt werden, heißt es weiter. In besonderen Fällen dürfe auch bloße Mitführen beschränkt werden, zum Beispiel bei Abschlussprüfungen. Hier könnte ein Handy als Täuschungsversuch gewertet werden, auch wenn es ausgeschaltet ist. Ähnlich sei es bei Klassenarbeiten, Klausuren oder Tests.

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Kinder in Deutschland: hohe Lebensqualität, vergleichsweise geringe Zufriedenheit

Obwohl die Kinder und Jugendlichen in Deutschland einen vergleichsweise hohen Lebensstandard genießen können, sind sie im Vergleich mit den Altersgenossen in anderen Ländern eher unzufrieden. Nach der vor kurzem veröffentlichten Studie der OECD »Wie lebt es sich in Deutschland?« liegt ihr Wert beim sogenannten »subjektiven Wohlbefinden« unter dem Durchschnitt der OECD-Staaten. Demnach ist Deutschland in Sachen Lebenszufriedenheit Viertletzter im Ranking der in 27 OECD-Staaten befragten Kinder von 11, 13 und 15 Jahren. Schlechter schnitten nur die Türkei, Polen und Kanada ab, Spitzenreiter ist Spanien vor den Niederlanden und Island.

Zwar leben die Kinder in Deutschland tendenziell in besseren materiellen Verhältnissen als die Kinder in anderen Ländern, doch gleichwohl lebt fast jedes dritte deutsche Kind (31,7 Prozent) nach eigenen Angaben in Wohnungen mit Lärm-, Abgas- oder Geruchsbelästigung, also unter belastenden Umweltbedingungen. Der OECD-Durchschnitt liegt hier bei 21,6 Prozent. Jedes zehnte Kind (10,2 Prozent) gab hierzulande an, in den zurückliegenden beiden Monaten mindestens zweimal gemobbt worden zu sein – dies entsprach praktisch dem OECD-Durchschnitt.

Deutschland schneidet im Vergleich gut ab, wenn es um Bildung und Ausbildung geht oder um das soziale und familiäre Umfeld der Kinder. So befinden sich hier nur 2,8 Prozent der Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren weder in einem Arbeitsverhältnis noch in Schule oder Ausbildung – verglichen mit einem OECD-Durchschnitt von 7,1 Prozent. Und nur 3,9 Prozent der deutschen Schüler fühlen sich stark belastet durch Schularbeiten – dies ist der geringste Wert innerhalb der OECD.

Die Auswertung »Wie lebt es sich in Deutschland?« präsentiert ausgewählte Ergebnisse aus dem großen OECD-Report »How‘s Life?«. Der Report erscheint alle zwei Jahre und liefert über eine Reihe international vergleichbarer Indikatoren ein umfassendes Bild des Wohlbefindens in OECD-Staaten und anderen wichtigen Volkswirtschaften. Die Publikation analysiert die Lebensbedingungen der Menschen anhand von elf Dimensionen: Einkommen, Beschäftigung, Wohnverhältnisse, Gesundheit, Work-Life-Balance, Bildung, Gemeinsinn, bürgerschaftliches Engagement, Umwelt, Sicherheit und Lebenszufriedenheit. Die Studie steht unter www.oecd.org > Countries > Germany > How´s Life in Germany zum Download bereit.

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Weltweite Jugendarbeitslosigkeit leicht gesunken

Nachdem die Jugendarbeitslosigkeit in der Finanzkrise stark angestiegen war, hat sich die Lage nach Angaben der Vereinten Nationen (UN) in den letzten Jahren leicht gebessert. Die Arbeitslosenrate unter den 15- bis 24-Jährigen lag zwischen 2012 und 2014 im weltweiten Durchschnitt bei 13 Prozent. Diese Zahlen stammen von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Für 2015 wird mit einem nur leichten Anstieg auf 13,1 Prozent gerechnet. Dies bedeutet aber auch, dass weiterhin Millionen junger Menschen in der Hoffnung auf Jobs in reichere Länder auswandern wollen und dies auch tun.

Gegenüber dem Höchststand aus dem Jahr 2009 ging die absolute Zahl der arbeitslosen Jugendlichen bis 2014 um 3,3 Millionen auf 73,3 Millionen zurück. Zugleich konstatiert die ILO einen langsamen Rückgang des Anteils von Jugendlichen an der Arbeitslosigkeit insgesamt. 2014 seien noch 36,7 Prozent aller Arbeitslosen zwischen 15 und 24 Jahre alt gewesen – gegenüber 41,5 Prozent zehn Jahre zuvor.

Deutschland (6,4 Prozent) gehört in der ILO-Statistik mit Norwegen, den Niederlanden, der Schweiz und Island zu den Ländern, in denen die Jugendarbeitslosigkeit deutlich unter der 10-Prozent-Marke liegt. Besorgniserregend ist hingegen die Jugendarbeitslosigkeit in süd-europäischen Ländern – mit 53,2 Prozent in Spanien sowie 52,4 Prozent in Griechenland an der Spitze, gefolgt von Kroatien (45,5), Italien (42,7) und Portugal (34,8). In zwei Drittel aller Staaten Europas sind der ILO zufolge mehr als 20 Prozent der Jugendlichen arbeitslos.

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Berlin: Kopftuchverbot bleibt bestehen

In Berlin dürfen Lehrerinnen, Polizistinnen und Richterinnen bis auf wenige Ausnahmen auch künftig kein Kopftuch tragen. Damit hält das Bundesland an seiner strikten staatlichen Neutralität bei hoheitlichen Aufgaben fest. Innensenator Frank Henkel (CDU) hatte nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts über Monate geprüft, ob die Berliner Gesetzeslage angepasst werden muss. Karlsruhe hatte nach einer Klage zweier muslimischer Lehrerinnen ein pauschales Kopftuchverbot an nordrhein-westfälischen Schulen gekippt, weil es gegen die im Grundgesetz verankerte Religionsfreiheit der Frauen verstoße.

Nach Ansicht des Berliner Senats ist das Neutralitätsgesetz des Landes differenzierter, da es alle Religionen und Weltanschauungen gleich behandle. Es verbiete allen Glaubensvertretern das Tragen religiöser Symbole bei hoheitlichen Aufgaben wie in Schulen, in der Justiz und bei der Polizei. Das gelte für ein Kopftuch ebenso wie für die Kippa oder ein Kreuz. Überdies erlaube das Gesetz Lehrerinnen an Privat- und Berufsschulen sowie Religionslehrerinnen ein Kopftuch im Klassenzimmer.

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  goethe.de/willkommen Auf einer neuen Internetseite bietet das Goethe-Institut kostenlose Sprachlernmöglichkeiten für Flüchtlinge an. Auf www.goethe.de/willkommen gibt es Selbstlernkurse, Sprechübungen und Videos sowie Informationen zum Umgang mit Behörden, im Alltag oder bei der Arbeitssuche.

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Schülerwettbewerb Español-móvil: Handy-Kurzfilme gesucht

Wie würden sich Schüler auf ihre spanischen Gäste vorbereiten, wenn ein Austauschprogramm naht? Welche Gepflogenheiten des deutschen (Schul-)Alltags und welche kulturellen Besonderheiten würden sie den spanischen Gästen näher bringen? Welche Feste werden gemeinsam gefeiert? Was sollten die spanischen Austauschschüler vor ihrer Anreise unbedingt noch wissen? »Des visita en …« – so lautet das Motto des diesjährigen Handy-Schülerwettbewerbs Español-móvil, den die Bildungsabteilung der spanischen Botschaft zusammen mit dem Cornelsen Verlag ausgeschrieben hat. Schulklassen sowie deren Spanischlehrkräfte aller deutschen Schulformen sind aufgerufen, ihre kreativen Antworten in einem dreiminütigen Kurzfilm festzuhalten. Die Wettbewerbsbeiträge können ausschließlich online unter www.cornelsen.de/espanol-movil bis zum 29. Februar 2016 eingereicht werden. Insgesamt werden drei Geldpreise in Höhe von 1 000, 600 und 400 Euro verliehen. Damit lässt sich die Klassenkasse aufbessern oder lassen sich Schulprojekte realisieren. Die Gewinnerklassen reisen zur feierlichen Preisverleihung am 10. Juni 2016 in die Spanische Botschaft nach Berlin. In den letzten Jahren haben sich über 16 000 Schüler am Wettbewerb beteiligt, nahezu 1 300 Videobeiträge wurden eingereicht. Bei der Beurteilung der eingereichten Filmbeiträge stehen Kriterien wie Originalität, audiovisuelle Qualität der Einsendungen, Vermittlung der Intention sowie sprachliche Angemessenheit im Vordergrund. Alle Informationen zum Wettbewerb sind zu finden unter: www.cornelsen.de/espanol-movil.

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Materialien

Jedes Kind ist einzigartig: Ein Film über Inklusion

Der vor kurzem erschienene Dokumentarfilm »Jedes Kind ist einzigartig. Die inklusiven Schulen in Rheinland-Pfalz« des Filmemachers und Pädagogen Dr. Paul Schwarz beleuchtet umfassend den inklusiven Alltag an Schulen und in der Lehrkräfteaus- und -fortbildung in Rheinland-Pfalz.

Der knapp zweistündige Film zeigt die ganze Bandbreite inklusiven Unterrichts und Schullebens an rheinland-pfälzischen Schulen: in der Grundschule, in der Realschule plus, in der Integrierten Gesamtschule sowie in der ersten und zweiten Phase der Lehrerausbildung an der Uni Landau und am Studienseminar in Neuwied. Dabei sind die Kapitel der DVD einzeln abrufbar.

Ein Studientag in Worms und eine pädagogische Konferenz in Bad Kreuznach veranschaulichen zudem, wie Schulen auf ihrem Weg zur inklusiven Schule vom Pädagogischen Landesinstitut unterstützt und beraten werden. Zudem gewährt der Film einen Einblick in die vielfältige Kooperation der IGS in Rockenhausen mit der benachbartern Förderschule. Zu Wort kommen im Film Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler, Eltern und weitere Akteure. Der Film ist in einer barrierefreien Fassung mit Untertitel und einer Audiodeskription (Hörfilmfassung) zum Preis von 15,–Euro plus Porto direkt beim Autor zu bekommen: schwarzpaul(at)t-online.

Filme für den Unterricht

Im Verlag des Medienprojektes Wuppertal sind spannende Dokumentarfilme für die Bildungsarbeit in und außerhalb der Schule neu erschienen. Sie sind von jungen Filmemachern professionell gestaltet worden, zeichnen sich durch eine besonders hohe und authentische inhaltliche Dichte und ästhetische Qualität und können sowohl gekauft als auch ausgeliehen werden. Einige der Videos wurden bereits im Fernsehen gesendet und auf Festivals preisgekürt.

  • Alles Mädchen. Eine Filmreihe über Mädchen. 45 Min. + 20 Min. Bonus (Kauf 30,– EUR | Ausleihe 10,– EUR)
  • Alles Junge. Eine Filmreihe über Jungen. 40 Min. + 60 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • I’m too sexy for my … Ein Film über Sexismus. 45 Min. + 30 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Kaufen, kaufen, kaufen! Ein Film über Konsum und Nachhaltigkeit. 40 Min. + 60 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Dagegen. Ein Dokumentarfilm über Protestkulturen von jungen Menschen. 40 Min. + 60 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Zoey. Ein Spielfilm über die Lebenswelt von Kindern aus einer suchtbelasteten Familie. 40 Min. + didaktisches Begleitmaterial (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Lilly. Ein Spielfilm über eine junge Frau mit Bulimie. 24 Min. (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Ausgegrenzt. Eine Filmreihe über Diskriminierungen von Menschen mit Behinderung. 37 Min. + 25 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Von der Vielfalt der Andersartigkeit. Ein Film über junge Menschen im Autismus-Spektrum. 50 Min. + 90 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Diagnose Mensch. Einblicke in das Leben erwachsener Asperger-Autisten. 68 Min. + 160 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Das unsichtbare Leid. Ein Film über Behinderung und Depressionen. 70 Min. + 120 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Albrechts langer Abschied. Eine Langzeitdokumentation über das Leben und Sterben von Albrecht Lambertz. 70 Min. (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Hinterher ist alles anders. Eine Dokumentation über Nahtoderfahrungen. 90 Min. + 300 Min. Bonus (30,– EUR | 10,– EUR)
  • Weitere Informationen unter Medienprojekt Wuppertal. JugendDVDproduktion und -vertrieb. Hof­aue 59, 42103 Wuppertal, Tel. (02 02) 5 63 26 47, Fax 4 46 86 91, E-Mail: info@medienprojekt-wuppertal.de, Internet: www.medienprojekt-wuppertal.de.

    Warum Jugendliche bei der Ausbildungsplatzsuche scheitern

    Rund 250 000 Jugendliche finden in Deutschland jedes Jahr keinen Ausbildungsplatz – obwohl die Wirtschaft nach Fachkräften sucht. Das Forschungsmagazin des Deutschen Jugendinstituts analysiert in seiner neuen Ausgabe, welche Gruppen von Jugendlichen besonders benachteiligt werden und welche Unterstützung sie benötigen, um den Einstieg ins Berufsleben zu schaffen. Durch den demografischen Wandel und steigende Studierendenzahlen ist die Konkurrenz um Ausbildungsplätze im dualen System stark gesunken. Die Ausgabe ist unter dem Titel »Geschlossene Gesellschaft. Warum der Einstieg in die Ausbildung für viele Jugendliche schwierig ist« erschienen. Darin setzen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Deutschen Jugendinstituts (DJI) sowie anderer renommierter Forschungsinstitute damit auseinander, welche jungen Menschen besonders unter der Ausbildungssituation leiden: Diejenigen ohne Schulabschluss oder »nur« mit einem Hauptschulabschluss, diejenigen mit Migrationshintergrund und Jugendliche, die eine Behinderung haben. Auch Frauen zählen zunächst zu den Benachteiligten: Wenn sie jedoch einen Ausbildungsplatz gefunden haben, erreichen sie häufig Berufe mit hohem Status.

    Im europäischen Vergleich ist die Jugendarbeitslosigkeit in Deutschland niedrig. Warum die Statistiken in die Irre führen können und das deutsche Berufsbildungssystem nicht einfach von anderen Ländern nachgeahmt werden kann, erläutern zwei Gastautoren in einem ausführlichen Dossier. Mehr Informationen und Bestellung unter www.dji.de/impulse.

    Handyfilme und die jugendliche Identität

    Handyfilme sind ein neues audiovisuelles Medium, das mit der Weiterentwicklung der Smartphone-Technik zunehmend Verbreitung findet. Dieses Phänomen haben nun Ute Holfelder und Christian Ritter in ihrem Buch »Handyfilme als Jugendkultur« auf der Grundlage eines mit Jugendlichen in der Schweiz durchgeführten Forschungsprojektes untersucht. Im Mittelpunkt stehen jugendliche Akteure, die ihr medienkulturelles Handeln zur Bewältigung und Konstruktion ihres Alltags sowie zur Identitätsarbeit einsetzen. Der Band vermittelt erstmals systematisches Wissen zu Handyfilmen und den damit verbundenen Praktiken. Die Handykamera sowie die mit ihr hergestellten Filme werden unter technischen sowie medien- und kulturgeschichtlichen Aspekten beschrieben. Es werden jugendkulturelle Amateur-Praktiken rund um das Filmen mit dem Handy vorgestellt und die Filme hinsichtlich ihrer medialen und ästhetischen Eigenschaften analysiert. Im Anhang geben die Autoren Empfehlungen, wie Handyfilme in der Schule und in der offenen Jugendarbeit eingesetzt werden können und wie das kreative Potenzial von Handyfilmen genutzt werden kann. Das im UVK-Verlag erschienene Buch enthält zahlreiche Farbabbildungen und kann zum Preis von 19,99 im Buchhandel bezogen werden (ISBN 978-3-86764-608-6). Webseite zum Buch: http://handyfilme.net.

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    Termine

    Kongress zum Problem Based Learning

    Die Kompetenzorientierung ist in den letzten Jahren in den Mittelpunkt aktueller Bildungsdiskussionen gerückt. Problembased Learning (PBL) und verwandte Ansätze wie Enquiry-based Learning gelten als erfolgsversprechende Konzepte, um eine stärkere Kompetenzorientierung innerhalb der Bildungsgänge zu etablieren sowie Lernprozesse und Handlungskompetenzen umfassend zu fördern. Der Kongress 2016 »PBL – Kompetenzen fördern, Zukunft gestalten«, der am 16. und 17. Juni in Zürich (Schweiz) stattfindet, soll wertvolle Einblicke in die aktuelle Forschung und innovative Praxisprojekte eröffnen. So soll beispielsweise erörtert werden, wo und in welcher Form Problem-based Learning eingesetzt werden kann, in welchen Bereichen es die bisherige Praxis entscheidend verbessern und den Wissenserwerb hilfreich unterstützen kann. Zudem werden wissenschaftliche Erkenntnisse zu kognitionspsychologischen Grundlagen des Lernens sowie die Nutzung von Informations- und Kommunikationstechnologien im Kontext des Problem-based Learning vorgestellt und diskutiert. Die Tagung richtet sich an ein Fachpublikum aus Lehre, Forschung, dem Bildungsmanagement und der Bildungspolitik. Weitere Informationen sind unter der Adresse www.pbl2016.ch zu finden.

    Internationale Pädagogische Werktagung Salzburg

    Die Internationale Pädagogische Werktagung Salzburg findet in diesem Jahr vom 11. bis 15. Juli statt, diesmal unter der zeitlosen Überschrift »Zeit«. Gemäß Kohelet, dem alttestamentlichen Prediger, gibt es für alles eine bestimmte Zeit: Eine Zeit zu gebären und eine Zeit zu sterben, eine Zeit für die Umarmung und eine Zeit für den Streit. Und auch eine Zeit, einmal darüber nachzudenken, was Zeit eigentlich ist. Je länger wir das tun, desto unbegreiflicher und geheimnisvoller wird die Zeit.

    • Wie viel Zeit brauchen die uns anvertrauten Kinder und Jugendlichen?
    • Wie viel freie Zeit steht uns Erziehenden zu?
    • Wie können wir im pädagogischen Alltag mit unserer Zeit besser umgehen, zumal wenn wir von vielen Seiten her bedrängt werden und von einem Termin zum anderen hecheln?

    Im Rahmen der Werktagung werden diese Themen interdisziplinär beleuchtet. Zahlreiche Arbeitskreise laden ein, ausgewählte Aspekte zu vertiefen.

    Wie immer gibt es Vorträge von renommierten Expertinnen sowie ein vielfältiges Angebot an Arbeitskreisen. Weitere Informationen sowie die Möglichkeit zur Anmeldung sind unter www.bildungskirche.at/Werktagung zu finden.

    Figurentheater und mehr

    Das Sommerprogramm des Figurentheater-Kollegs in Bochum bietet wieder eine Fülle von künstlerischen Kursen, z. B. zu den Bereichen Figurenbau und -spiel, Maskenspiel, Objekttheater, Dramaturgie, Figurentheater in Pädagogik und Therapie, Stimme, Schauspiel, Tanz, Malen/Zeichnen, Radierung, Pantomime, Storytelling, Schneidern, Kabarett & Comedy etc. Die Workshops werden in Wochen-, Wochenendform, als mehrwöchige Projekte oder Tageskurse angeboten. Weiterhin gibt es mehrzügige Fortbildungen wie »Der Clown«, »Märchenerzählen« und den 14-wöchigen Orientierungskurs der »Fortbildung Figurentheater« vom 11.04. bis 15.07.2016. Für die Kurse kann gegebenenfalls Bildungsurlaub beantragt werden, Bildungsgutscheine und Bildungsschecks werden gerne entgegengenommen. Weitere Informationen sind unter www.figurentheater-kolleg.de zu finden oder am Telefon unter (02 34) 28 40 80.

Thomas Lerner

»Wer langsam Gedrucktes liest, behält mehr«

Im Vergleich: eBooks, Tablets, PCs, Speed-Reading-Kurse und – klassisches Lesen Wie werden wir in Zukunft lesen? Werden wir eher digitale Medien nutzen – oder die klassischen? Werden wir anders lesen? Es gibt inzwischen einige skandinavische Studien, die verschiedene Aspekte des Lesens im Vergleich untersucht haben. So erfahren wir etwas über Schnelllesekurse, über die Wirkungen von gedruckten Zeitungen und Online-Angeboten im Vergleich oder über die Nutzung von Webtexten. Entdeckt ein Leser beispielsweise beim Lesen von Webtexten nicht innerhalb von vier Sekunden etwas Interessantes, dann geht er zum nächsten Text.

Schulentwicklung – Zwischenbilanz und Ausblick – 2. Folge

Tobias Feldhoff

Schulentwicklung durch Steuergruppen

Eine erste Bilanz schulischer Steuergruppen nach 25 Jahren

Die zweite Folge der neuen Serie zur Bilanz der Schulentwicklung fragt nach der Bedeutung von Steuergruppen in systematischen Schulentwicklungsprozessen. Was wissen wir darüber, wie sich Arbeit und Konstruktion von Steuergruppen entwickelt haben? Was wissen wir über die Bedeutung von Steuergruppen? Auch wenn es nur wenig gesicherte empirische Forschung über die Wirkung von Steuergruppen gibt, so gibt es doch verlässliche Hinweise darauf, dass Steuergruppen die Entwicklung von Schule positiv beeinflussen können.

Sollen Lehrer bloggen?

Blogs können helfen, die eigene Arbeit zu reflektieren, Materialien auszutauschen sowie Kolleg(inn)en von überall in die eigene Arbeit einzubeziehen. Bloggen wird als Teil des selbstgesteuerten Lernens verstanden, das von Lehrkräften neben dem systematischen Lernen in die eigenen Lerntätigkeiten integriert werden sollte. Die wichtigsten Argumente der Gegner von Lehrer-Blogs lauten: Bloggen kostet Zeit, die ein Lehrer nicht hat, Blogger benötigen überwiegend Zeit für den Austausch von belanglosen Informationen und sind kein Vorbild für Zurückhaltung bei der Preisgabe persönlicher Informationen im Netz.

Doris Wittek

Individuelle Förderung

Typisch für die aktuelle Diskussion zur individuellen Förderung sind zwei Strömungen: Auf der einen Seite ein eher enges Verständnis, das sich am Abbau von Defiziten einer bestimmten Zielgruppe orientiert. Auf der anderen Seite ein weites Verständnis, das individuelle Förderung als Oberbegriff für individualisierte Unterrichtsformate versteht, die sich an alle Lernenden richten. Die ausgewählten Publikationen bieten einen Überblick, stellen Projekte vor und geben Anregungen zur Gestaltung individueller Förderung.

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